LEITFADEN - JET-BESITZ
Was ein eigener Privatjet wirklich kostet
Der Kaufpreis ist der kleinere Teil. Fixkosten, variable Betriebskosten und Wertverlust bestimmen, ob sich Eigentum lohnt oder ob Charter oder Fractional die wirtschaftlichere Wahl bleibt.
Anschaffungskosten
Ein neuer Light Jet (z. B. Phenom 300E) startet bei rund 11 Mio USD, ein Midsize (Praetor 500) bei 18 Mio, ein Heavy (Falcon 2000LXS) bei 35 Mio und ein Ultra-Long-Range (Global 7500) bei rund 80 Mio USD. Gebrauchte Muster liegen je nach Baujahr 30 bis 60 Prozent darunter.
Fixkosten pro Jahr
Crew (Captain plus First Officer plus optional Cabin Attendant), Hangarierung, Versicherung (Hull plus Liability), Management-Fee, Software-Abos und Fortbildungen fallen unabhaengig von Flugstunden an. Groessenordnungen:
Technische Daten
- Light Jet Fixkosten
- 600.000 bis 900.000 USD
- Midsize Fixkosten
- 900.000 bis 1.400.000 USD
- Heavy Fixkosten
- 1.400.000 bis 2.000.000 USD
- Ultra Long Range Fixkosten
- 2.200.000 bis 3.500.000 USD
Variable Kosten pro Flugstunde
Treibstoff, Wartung (Engine Program, MPI/CPI), Landegebuehren, Handling, De-Icing und Overnight-Kosten sind flugstundenabhaengig. Typisch 2.500 bis 6.000 USD pro Stunde je nach Muster.
Break-Even gegen Charter
Faustregel: ab rund 400 Flugstunden pro Jahr rechnet sich Eigentum tendenziell gegenueber gleichwertigem Charter. Unter 200 Stunden bleibt Charter fast immer die guenstigere Option, dazwischen kommen Fractional-Programme oder Jet-Cards in Betracht.
Wertverlust und Steuerthemen
Ein neuer Jet verliert im ersten Jahr rund 10 bis 15 Prozent an Wert, danach 5 bis 8 Prozent p.a. Steuerlich sind je nach Jurisdiktion Abschreibungen, MwSt-Behandlung und ggf. bonus depreciation zu pruefen - unbedingt mit spezialisiertem Steuerberater klaeren.