LEITFADEN
Jet Card Mitgliedschaft - lohnt sich das Prepaid-Modell?
Jet Cards verkaufen Stundenkontingente auf einer festgelegten Flugzeugkategorie zu einem garantierten Stundenpreis. Wer regelmaessig fliegt, gewinnt Planbarkeit - wer selten fliegt, verliert Kapital an Aufschlaege und ungenutzte Stunden.
Wie eine Jet Card funktioniert
Der Kunde zahlt 100.000 bis 1.000.000 USD im Voraus fuer typischerweise 25 bis 100 Flugstunden auf einer bestimmten Kategorie (Light, Midsize, Super-Midsize, Heavy). Im Gegenzug gilt ein fester Stundenpreis, eine garantierte Verfuegbarkeit (meist 24 bis 72 Stunden Vorlauf) und ein festgelegter Serviceradius (Kontinental-USA, Europa, weltweit).
Grosse Anbieter
NetJets Marquis Jet Card (US/EU), Wheels Up Connect & Core, VistaJet Program, Flexjet Access, Sentient Jet Card. In Europa zusaetzlich GlobeAir (Very Light), LuxAviation, Air Alsie. Preise pro Stunde 8.000 bis 22.000 USD je nach Kategorie und Anbieter.
Vorteile
Garantierte Verfuegbarkeit auch bei Peak-Days (Thanksgiving, F1, Davos). Fester Preis - keine Marktschwankungen. Ein Ansprechpartner. Kein Chartering-Aufwand pro Flug. Bilanziell als Vorauszahlung planbar.
Nachteile
Aufschlag auf Marktpreis meist 15-30%. Peak-Day-Zuschlaege trotz Garantie. Verfallende Stunden bei Nichtnutzung (je nach Vertrag). Kein Zugriff auf Empty-Legs oder Sonderpreise. Kapitalbindung. Fest an eine Kategorie gebunden - kein flexibles Upgrade auf Heavy fuer den einen Transatlantik-Flug.
Wann lohnt sich eine Karte
Ab ca. 25 Flugstunden pro Jahr auf derselben Kategorie mit hoher Terminplanungs-Prioritaet. Unter 25 Stunden: On-Demand-Charter ueber einen Broker ist fast immer guenstiger. Ueber 200 Stunden: Fractional-Ownership oder Vollcharter mit dediziertem Flugzeug pruefen.