OPERATIONS
Wetter und Diversion - was wirklich passiert
Nebel in Muenchen, Gewitterfront ueber Nizza, Schneesturm in Zuerich. Privatjets fliegen unter denselben ICAO-Regeln wie Airliner, aber mit deutlich mehr Flexibilitaet. Diese Seite zeigt, wie wir Ausweichflughaefen vorplanen und wer im Diversion-Fall zahlt.
Was der Kapitaen prueft
METAR und TAF (aktuelles und Prognose-Wetter) fuer Start, Ziel und Ausweich, Sichtweite gegen Muster-Minima (Cat I 550m RVR, Cat II 300m, Cat III bis 75m nur mit zertifiziertem Flugzeug und Crew), Wind-Komponenten inklusive Crosswind-Limit fuer Muster, Konvektions-Prognose entlang Route, Enteisungsbedarf am Boden.
Vorgeplanter Ausweich
Jeder Flugplan enthaelt einen benannten Alternate mit ausreichender Kraftstoff-Reserve (Alternate + 30-45min Holding). Fuer Nizza z. B. Cannes-Mandelieu oder Marseille-Provence. Fuer London Farnborough: Luton oder Biggin Hill. Fuer Muenchen: Salzburg oder Innsbruck. Bei extremem Wetter zwei Alternate.
Wenn Diversion faellt
Landung am Ausweich, Passagiere werden ueber Ground-Transfer weitergebracht (wir organisieren Chauffeur oder Helikopter binnen 60min). Kein Aufschlag fuer wetterbedingte Diversion. Kraftstoff und Landeentgelte am Alternate deckt der Charter-Preis. Uebernachtung und Ground-Transfer sind Passagier-Kosten (falls verlaengerte Wartezeit).
Slot-Ausfall vs Wetter
Slot-Ausfall (ATC-Regulation, Streik in Paris CDG): wir verhandeln neuen Slot oder weichen auf sekundaeren Flughafen ohne Slot-Pflicht aus (Le Bourget statt CDG). Wetter: entweder abwarten am Boden (Delay) oder starten mit Ausweich im Plan. Kein Fall wo Sie ohne Loesung stehen bleiben.
Was das Charter unterscheidet
Linienflug diverted nach Nuernberg statt Muenchen: Sie stehen in einer Warteschlange. Privatjet diverted: Ground-Transfer ist beim Ausstieg bereits am Flugzeug, Immigration ist per Handshake in 10min erledigt, Sie sind 90min spaeter am Ziel. Diese Flexibilitaet ist der Kernwert bei schlechtem Wetter.