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Charter oder Fractional? Der ehrliche Kostenschnitt
Fractional Ownership klingt exklusiv - der Kunde "besitzt" ein Flugzeug. Rechnerisch ist es nur ab einer bestimmten Nutzungs-Schwelle guenstiger als On-Demand-Charter. Wir zeigen, wo diese Schwelle liegt.
Fractional in Zahlen (Super-Midsize, 1/8-Anteil)
Anschaffung ca. 3-4 Mio USD fuer 1/8-Anteil an einem Challenger 350 (~100 Flugstunden pro Jahr). Monatliche Management-Gebuehr 12.000-18.000 USD. Stundenpreis 4.500-5.500 USD. Vertrag 5 Jahre. Am Ende Rueckkauf zum Marktwert (typisch 60-70% des Einstiegs).
Charter in Zahlen (gleiche Kategorie)
Stundenpreis all-in inkl. Positionierung 7.500-9.500 USD. Keine Anschaffung, keine Monatsgebuehr, kein Wertverlust. Peak-Day-Aufschlag 20-40% moeglich, aber ausserhalb Peak deutlich guenstiger.
Die Break-even-Rechnung
Fractional 5-Jahres-Kosten fuer 500 Flugstunden: ~5 Mio USD Kapitaleinsatz (davon ~1.5 Mio Wertverlust ueber Laufzeit) + 900k USD Management + 2.5 Mio USD Stundenpreise = ~4.9 Mio USD Cash-Aufwand netto. Pro Stunde: ~9.800 USD. Charter fuer 500 Stunden: 500 x 8.500 USD = 4.25 Mio USD.
Fazit
Bei 100 Stunden/Jahr auf derselben Kategorie ist Charter rechnerisch guenstiger. Fractional gewinnt erst ab 150+ Stunden/Jahr - und wenn die Kunden auf ein spezifisches Flugzeug mit fester Ausstattung Wert legen. Fuer die meisten deutschen Kunden mit 30-60 Flugstunden bleibt On-Demand-Charter die rationalste Wahl.
Wo Fractional trotzdem sinnvoll ist
Familien-Holdings mit Wunsch nach fester Kabine (Fototermine, Kinder-Ausstattung, Haustier-Setup). Peak-Day-Poweruser (WEF, Grand Prix, F1 - Fractional garantiert Slot). Bilanz-optimierte Konzerne, die Kapital binden wollen statt in Working Capital. Familien mit langem Planungshorizont ueber Generationen.